Maklercourtage sparen beim Fix & Flip: So geht es
Die Maklercourtage kann beim Kauf und Verkauf zusammen bis zu 7% des Transaktionswertes ausmachen. Bei einem Objekt mit 250.000 Euro Kaufpreis sind das bis zu 17.850 Euro – direktes Geld aus der Marge. Wer hier optimiert, steigert die Rendite ohne einen einzigen Handwerker beauftragen zu müssen.
Beim Kauf: So wird die Courtage reduziert
Off-Market kaufen: 0% Courtage
Die einfachste Lösung: Direktkauf ohne Makler. Bei Off-Market Deals (Direktkontakt zum Verkäufer) fällt keine Maklercourtage an. Das spart sofort 3–3,57% des Kaufpreises. Wie Off-Market funktioniert: Makler-Beziehungen, Direktansprache, Erbengemeinschaften.

Innenprovision: Käufer zahlt nichts
Wenn der Makler ausschließlich vom Verkäufer bezahlt wird (Innenprovision), zahlt der Käufer keine Courtage. Seit dem Maklercourtage-Gesetz 2020 muss eine Aufteilung mindestens 50/50 erfolgen – aber manche Verkäufer beauftragen Makler mit 100% Innenprovision aus strategischen Gründen (schnellerer Verkauf, höheres Käufer-Interesse).
Verhandlung der Käufer-Courtage
Die Maklercourtage für den Käufer ist verhandelbar – entgegen verbreiteter Meinung. Wann ist Spielraum vorhanden?
- Wenn der Makler den Deal dringend abschließen möchte
- Wenn das Objekt lange inseriert war
- Wenn Investor als Stammkunde des Maklers bekannt ist
- Wenn kein anderer Käufer in Sicht ist
Realistisches Verhandlungsergebnis: 0,5–1% Reduktion der Käufer-Courtage bei günstiger Ausgangslage.
Beim Verkauf: Makler vs. Privatverkauf
Wann Makler beim Verkauf sinnvoll ist
- Kein eigenes Käufer-Netzwerk vorhanden
- Wenig Zeit für Besichtigungen und Verhandlungen
- Makler kennt den lokalen Markt besser
- Makler übernimmt Vermarktung, Fotos, Exposé, Käuferprüfung
Kosten: Typisch 3–3,57% des Verkaufspreises (bei 50/50 Aufteilung trägt Käufer die Hälfte)
Wann Privatverkauf beim Flip besser ist
- Eigenes Käufer-Netzwerk oder Investor-Kontakte vorhanden
- Objekt hat hohen Eigenbedarf-Charakter (Käufer suchen aktiv)
- Zeit und Energie für Vermarktung vorhanden
Spart: 3–7% des Verkaufspreises, je nach Courtagevereinbarung
Provisionsverhandlung beim Verkauf
Als Auftraggeber des Maklers (Verkäufer) hat man mehr Verhandlungsspielraum:
- Alleinauftrag anbieten im Tausch für günstigere Provision
- Erfolgs-Bonus statt fester Provision (z.B. 2% + 20% des Betrags über Mindestpreis)
- Bei mehreren Projekten: Rahmenvertrag mit festen Konditionen
Rechenbeispiel: Maklerkosten in der Rendite
Objekt Kaufpreis 200.000 Euro, Verkaufspreis 260.000 Euro
Mit Makler (Kauf und Verkauf):
- Maklercourtage beim Kauf: 3,57% × 200.000 = 7.140 Euro
- Maklercourtage beim Verkauf: 3,57% × 260.000 = 9.282 Euro
- Gesamtmaklerkosten: 16.422 Euro
- Verbleibender Gewinn: 60.000 - 16.422 = 43.578 Euro
Ohne Makler (Off-Market Kauf, Privatverkauf):
- Keine Maklercosten
- Verbleibender Gewinn: 60.000 Euro
Unterschied: 16.422 Euro – das ist kein marginaler Vorteil, sondern 27% mehr Gewinn.
Fazit
Maklercourtage ist kein unvermeidlicher Fixkostenfaktor. Off-Market kaufen und gezielt Privatverkauf oder Rabatt-Verhandlung beim Maklereinsatz kann pro Projekt 10.000–20.000 Euro sparen – ohne dass sich an der Renovierung irgendetwas ändern muss. Das ist pure Rendite-Optimierung.











